Junior - Revolutioner
Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
Jean-Jacques Rousseau

amazing.

everytime.

everywhere.

sometimes.relax.

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dead sea

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No Comment…

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united we stay!

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Weihnachten. Ein Fest der Freude. Leider wird dabei zu wenig gelacht.
Jean-Paul Sartre - franz. Philosoph und Schriftsteller
Springer hetzt, der Staat macht mit !

1968 - 2009, zwei Jahre ein Phänomen: Täglich hetzt die Springerpresse. Besonders im letzten halben Jahr kommt man um Schlagworte wie “linke Chaoten”; “Hassbrenner” oder “Autonome” nicht herum, dabei ist oft gar nicht klar von wem diverse Anschläge auf Autos u.a. ausgehen. Doch die Springerpresse weis es mal wieder besser und zieht somit zahlreiche Kritik auf sich. Bereits während der 60er Jahre kommt es zu Kritik gegenüber dem Axel Springer Verlag aufgrund ähnlicher Hetze. Sowohl die APO als auch breite Teile der Öffentlichkeit wandten sich 1968 mit der “Anti-Springer-Kampagne” gegen den Verlag. Man warf der Springerpresse sowohl den “Mißbrauch der Pressefreiheit zur Volksverhetzung” als auch ihre Monopolstellung vor.

Besonders die Hetze gegen die linksgerichtete Studentenbewegung und ihren Sprecher Rudi Dutschke verschärfte diese Situation, dieser wurde von der BILD als „Staatsfeind Nr. 1“ betitelt und es wurde sogar zum „Ergreifen“ der „Rädelsführer“ aufgerufen. Diese hetze gipfelte letztendlich in der Ermordung Dutschkes durch den vermutlich rechtsextremen Josef Bachmann.

Doch über 40 Jahre später hat sich nichts geändert beim Springer Verlag, die hetze geht weiter. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der linken Szene und deren Protest gegen das System und die aktuellen Zustände in Deutschland.

Besonders in den letzten Jahren nimmt diese Hetze gegenüber der linken Szene immer mehr zu. Dabei handelt es sich in keinster Weise mehr um eine neutrale Berichterstattung, sondern um Hetze! Um Hetze, welche nicht differenziert und nicht hinterfragt, sondern nur blind verurteilt.

So kommt es 2009 zu den Ereignissen um Christopher T. und Alexandra

aufgrund von starker Hetze durch Bild & Co. zur Verhaftung von Christopher T. und Alexandra. Ihnen wird vorgeworfen in Berlin Autos in Brand gesteckt zu haben, beide wurden kurze Zeit nach der Festnahme aufgrund mangelnder Beweise wieder freigelassen. Daraufhin kommt es zu starker Kritik durch Bild & Co., welche einen solchen Druck auf Politik und Polizei aufbauen, dass Alexandra und Christopher T. wieder festgenommen und in Untersuchungshaft überführt werden. Trotz mangelnder Beweise kommt es zur Anklage und zum Prozess. Nach 156 Tagen U-Haft wurde Alexandra freigesprochen und auch Christoph wieder freigelassen und steht nun nichtmehr unter Tatverdacht. Dies zeigt wie zwei unschuldige Menschen trotz klarer Beweislage fast ein halbes Jahr in Haft verbringen müssen, nur weil die Presse mit der linken Szene ein Feindbild schaffen will.

Doch dies sind keine Einzelfälle in Berlin.

Mitte November kommt es zu einer ähnlichen Situation. Tobias wird Mitte November Nachts in Friedrichshain verhaftet. In der Nähe gab es, wie schon so häufig in letzter Zeit, brennende Fahrzeuge. Ihm wird, wie auch Christopher und Alexandra, vorgeworfen an diesen Bränden beteiligt gewesen zu sein, klare Indizien gibt es dafür jedoch nicht.

Nach den peinlichen Ergebnissen bei Alex und Christoph steht die Polizei und die Staatsanwaltschaft massiv unter Druck, welcher größtenteils von der BZ und der Bild Zeitung geschürt wird. Dieser Druck führt zu einem Großaufgebot von zivilen Einsatzkräften in Friedrichshain und Kreuzberg. Das diese dann auch übereifrig handeln, mussten schon einige Menschen mit der „falschen“ Kleidung erfahren.

Doch im Gegensatz zu den Vorfällen um Alexandra und Christopher kommt es im Fall Tobias zu immer härteren Methoden des Axel-Springer-Verlags, so werden neben den üblichen Schlagzeilen nun auch unzensierte Bilder veröffentlicht und seine Familie öffentlich kritisiert und zur Schau gestellt. Auch dabei wieder B.Z. und Bild

Doch nicht nur Einzelpersonen sind das Ziel dieser Hetze, sonder die linke Szene generell. So werden brennende Autos und andere Gewalttaten regelmäßig auf die Szene abgewälzt. Dabei hetzen Bild & Co. mit Ausdrücken wie “linke Chaoten”; “Hassbrenner” oder “Hassaktionen”. Diese Art und Weise erinnert leider sehr stark an die Hetzkampagne gegen die Studentenbewegung von 1968. Wenn man die Schlagzeilen von 1968 und 2009 vergleicht, nehmen diese erschreckende parallelen an:

Berlin im Jahr 2009 

Berlin kuscht vor dem linken Terror
(Bild Zeitung vom 12.06.2009)

Räumt endlich die linken Terror-Nester!
(Bild Zeitung vom 17.11.2009)

Nach BILD-Berichten handeln endlich die Behörden
Polizei räumt Chaoten-Haus
(Bild Zeitung vom 25.11.2009)


Berlin im Jahr 1968 

Stoppt den Terror der Jung-Roten jetzt!

Schluß mit Terror und Krawall

Jetzt wird aufgeräumt!

(Schlagzeilen aus Springer-Zeitungen 1968)

Diese Form der Manipulation von Politik durch Medien zeigt sich auch bei den aktuellen Ereignissen in Berlin. So stehen Politik und Polizei so sehr unter Mediendruck, dass es zur Veröffentlichung eines Verfassungsschutzberichts über “linke Gewalt in Berlin” kommt. Diese angebliche “Studie”  wirkt allerdings mehr wie ein zusammenschnitt von Zeitungsartikeln, als eine Wissenschaftliche Studie des Verfassungsschutz. Also wieder nur ein Mittel um gegen die linke Szene zu hetzen. Wie angespannt Politik und Polizei dabei sind, zeigt sich auch an den Ereignissen des letzten Wochenendes, als ein speziell auf Nahkampf ausgebildeter Zivilpolizist auf einen Jugendlichen schießt, anstatt sich im Nahkampf zu wehren oder seine in Nähe befindliche Kollegen zu rufen.

Die Spitze des Eisbergs ist allerdings die Aussage von Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD), welcher gewaltbereite Autonome als „rot lackierte Faschisten“ bezeichnet.

Diese und verschiedene andere Tatsachen zeigen wie stark Medien und Politik zusammenarbeiten wenn es um die Hetze gegen die linke Szene geht.

Dies ist erschreckend, zeigt aber auch eindeutig die Einstellung sowie das Niveau der deutschen Politik.

(via papertissue)
Man sollte nicht den Respekt vor dem Gesetz pflegen, sondern vor der Gerechtigkeit.
Auszüge aus Henry David Thoreau: Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat.